Beschlussvorlage Stadtrat – BV Rahmenplan Endbericht

„In einer hitzigen und nicht immer sachlichen Diskussion wurde heute über den städtebaulichen Rahmenplan Gartenstraße / Moßlerstraße abgestimmt.
Nachdem der Antrag der FWG, den Rahmenplan bezüglich der vernachlässigten Interessen der Raiffeisenbank nochmal zu überarbeiten, erwartungsgemäß abgelehnt wurde, schritt man zur Diskussion.
Hier wurden sich erneut, die schon bis zum Erbrechen durchgekauten Argumente um die Ohren gehauen, wobei manches doch noch eine neue Qualität erhielt. So wies Maximilian Fliedner darauf hin, dass das neue Kino ja ein voller Erfolg wäre, der Gotha attraktiver werden lässt. Dieser „Logik“ folgend, müsse ja das Fachmarktzentrum auch ein Erfolg werden. Leider unterschlug der CDU Stadtrat dabei, die damit zusammenhängende ersatzlose Schließung des alten Kinos. Wenn man diesen Gedanken nun auf den gothaer Einzelhandel überträgt, dann müsste analog dazu das innerstädtische Angebot an Schuhen, Drogerieartikeln & Kleidung gegen Null gefahren werden. Und so ging es munter weiter. Man war sich ja nicht mal einig darüber, ob der Investor nun ausschließlich seine eigenen Interessen verfolgt, oder ein schönes Fachmarktzentrum für die Gothaer Bevölkerung baut. Wir mussten uns von Herrn Kukulenz belehren lassen, dass kein Investor ein Samariter wäre, nur um kurz danach aus gleichem Munde zu erfahren, dass wir dem Investor dankbar sein müssten, dass er nur für UNS ein schönes Fachmarktzentrum baut, welches wir so dringend bräuchten.

Resümierend stellt sich dieser Rahmenplan für uns als wieder mal nicht bis zu Ende gedacht dar, denn die wesentlichen Aspekte der Verkehrsbelastung wurden nicht oder nur unzureichend dargelegt. Und leider bleibt auch die seit Jahren im Raum stehende Frage, wie eine Verdopplung bzw. Erweiterung des Sortiments an Drogerieartikeln, Kleidung und Schuhen zur Belebung der Innenstadt beitragen soll, unbeantwortet. Unsere mittelalterliche Innenstadt, welche hauptsächlich durch die ansässigen Geschäfte in diesem Zustand erhalten werden konnte, stellt einen wesentlichen Teil der touristischen Attraktivität dar. Wir sind sofort bereit einem Konzept zuzustimmen, welches sich auf eine Ergänzung oder Erweiterung des innerstädtischen Angebots stützt und der verkehrstechnischen Mehrbelastung Sorge trägt, aber in der heute beschlossenen Form bleibt das von der Firma Saller geplante Projekt weiter abzulehnen.“
(Quelle: http://www.piraten-gruene.de/stadtratssitzung-vom-20-01-2016/)

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